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r2-bike.com MTB RACING
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Mountainbiken auf den Spuren des Rothaarsteigs

Mountenbiken-HoherKnochen

Termin 1: Mi.–Fr., den 7.–9. Mai 2014
Termin 2: Mi.–Fr., den 11.–13. Juni 2014
Termin 3: Mi.–Fr., den 2.–4. Juli 2014

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RIVA-Bike Marathon – Ronda Extrema (94km und 3900 hm) – 1. Platz AK, overall Top 10!

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Seit dem letzten Bike-Marathon am Gilserberg am 13. April plagten mich komische Kopfschmerzen an Hinterkopf und Nacken, die einfach nicht verschwinden wollten. Blöd, denn der nächste Marathon in Riva am 3. Mai stand ja quasi vor der Tür.  Feldmarschmäßig geplant wollte ich den Familienosterurlaub noch schön zum Training nutzen (wenn man eine 6-jährige Tochter den steilen Anstieg zum San Giovanni mit dem Streamliner von Tout-Terrain hochzieht kann man das durchaus als Trainingseinheit bezeichnen…. ), mich danach ausruhen und dann topfit beim Marathon starten. Und dann kam alles ganz anders.

 

Am Gardasee angekommen, herrliches Wetter, ich fahre den ersten Berg der Ronda Extrema (93,93 km, 3813 hm) ab und bin danach erstmal richtig krank. Lymphknoten dick und dunkelgrüner Rotz in allen Bereichen. Zeitgleich setzte Dauerregen ein, der sich weitere 8 Tage halten sollte. Gleich zum Arzt, Antibiotikum und Daumen drücken, dass sich der Spunk bis zum Marathon noch verzieht. Viel geschlafen und nicht trainiert.

 

Am Tag vor dem Marathon nimmt sich Claudia Seidel – die Lebensgefährtin unseres Team-Chefs Ronald Andracek, ihres Zeichens ausgebildete Physiotherapeutin, noch meiner Halswirbelsäule an und löst einige Blockaden und am Renntag dann oh Wunder:

 

Ich wache nach 2,5 Wochen erstmals ohne Kopfschmerz auf (Danke, Claudia!) und fühle mich ausgeruht und habe richtig Lust auf das Rennen (vielleicht sollte ich zuhause doch mal meine Schlafkultur überdenken….) und auch der Gardasee zeigt sich wettertechnisch von seiner besten Seite.

 

Der Start ist wie immer in Riva und führt über Straße nach Varignano. Dort einmal links in einen steilen Karrenweg. Üblicherweise FAHREN die ersten 50 dort hoch, der Rest schiebt, nachdem 2-3 Leute Kettenklemmer haben. Das heißt vom Start weg kurbeln bis man kotzt und danach ausruhen… Wegen der STartkurbelei und meiner großen Begeisterung für die 1×11 Schaltung habe ich mich für ein 34er Kettenblatt und 11-42 Ritzelpaket entschieden. Zunächst läuft auch alles prima.

 

Am ersten Berg tüte ich 3 Frauen ein und in der Abfahrt kommt Danièle Troesch in Sicht – meine Transalppartnerin von 2011. Jetzt weiß ich, es läuft nach dem schwierigen letzten Jahr mit 2 Lungenentzündungen wieder auf altem Niveau. Das Cannondale F29 schnurrt wie ein Kätzchen, alles prima und ich hab gute Laune. Am 3 Berg bin ich 5 Minuten hinter meinem Trainingspartner Norbert Geisler und das bedeutet, ich bin richtig gut unterwegs. Leider entpuppt sich der zweite Teil des Rennens, in dem es laut Höhenprofil „quasi“ nur noch bergab geht als ziemlich gemein. Immer wieder gibt es kurze „Schnapper“ mit sehr matschigem Untergrund, die ich mit 34/42er Übersetzung mit einer gefühlten Trittfrequenz von ca. 7.8 hochblase. Das zieht ordentlich Strom aus den Aggregaten. Der letzte Anstieg zum Bocca di Tovo läuft dann mehr als zäh und vor meinem geistigen Auge kreiselt das 32er Kettenblatt, das in der Ferienwohnung auf dem Esstisch liegt. Aber endlich sind wir oben. Die bockige Abfahrt kann mir jetzt auch nicht mehr „imprägnieren“ :p))). Ich will nur noch ins Ziel. Am Ende der letzten Abfahrt fehlt dann ein Schild. Die 3 Holländer, mit denen ich unterwegs bin, biegen souverän rechts ab in Richtung bergauf. Ich bin skeptisch, frage, ob sie sich sicher sind. Ja, Man(n) ist sich ganz sicher. Am nächsten Abzweig – ebenfalls ohne Markierungsschild – ist man(n) sich dann allerdings nicht mehr so sicher. Wir drehen und rasen bergab. Hoffentlich ist mir dadurch niemand durch die Lappen gegangen (4 Minuten hat die Extraschleife gekostet sagt mein Garmin abends…).

 

Wie immer am Ende ist der letzte Gipfel des Rennens dank einsetzender Ora, die Fahrt nach Riva in der Ebene. Jetzt nur nicht mehr einholen lassen. Im Ziel bin ich dann 10. Frau overall (yes! Top 10 geschafft trotz UCI Status und hochkarätigem Starterfeld). In meiner Altersklasse schaffe ich es sogar auf Platz 1 und bin einfach nur happy. Darauf kann man weiter aufbauen. Jetzt nur schön gesund bleiben…

 

Bis zum nächsten Mal….

Eure Natascha

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