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FULDACHALLENGE Tag3: Schneeschuhrennen und Fahrtechnik mit „Striezel“!

Auf dem heutigen Plan stehen der Schneeschuhberglauf und der Helikopterdrop. Der Helikopterdrop wird jedoch schon beim Frühstück in Frage gestellt, da der Heli bei Temperaturen um die minus 35°C nicht starten kann. Das Thermometer zeigt in der Frühe minus 40°C und steigt auch nicht als die Sonne herauskommt.

Ich ziehe mich morgens an. Meine kuschelige X-Bionic Energy Accumulator Extra Warm Funktionswäsche. Wundere mich allerdings, dass die Hose in der SchrittmItte ein kürbisgroßes Loch aufweist und muss feststellen, dass ich gerade das Oberteil untenrum angezogen habe – so weit ist es nun schon gekommen….

Claudi Nystad, Detlev D! Soost und Thiemo haben die Wäsche ebenfalls von X-Bionic zur Verfügung gestellt bekommen und wir wollen uns mit einem Gruppenfoto bei X-Bionic bedanken. Claudi ist zum einen schwer begeistert von der Wäsche („so etwas habe ich während meiner Wettkampfzeit immer gesucht – wieso krieg ich das eigentlich jetzt erst?“), zum anderen aber dann auch wieder nicht so, denn sie hofft darauf nach nunmehr 3 Tagen endlich mal einen Blick auf D!s Waschbrettbauch zu erhaschen, aber Detlev kriegt diese Wäsche einfach nicht vom Leib ;o)).

Wir starten zum „Dome“ wo der Schneeschuhberglauf stattfinden soll. Es herrschen nach wie vor minus 40°C und die Kleiderwahl ist extrem schwierig. Punkt 10.30 Uhr wird gestartet. Ich hatte im Vorfeld befürchtet, dass mein immer noch vorhandener Husten (und meine nicht mehr vorhandene Stimme) mir einen Strich durch diese Disziplin machen, aber es geht vom Start weg ganz gut. Ich schaffe es das Tempo von Jutta und Lisa zu halten ohne zu husten. Durch die Gesichtsmaske bekomme ich schlecht Luft bei der Höhe der Belastung aber ich traue mich nach der abgefrorenen Nase vom Vortag auch nicht mehr sie auszuziehen. Also ziehe ich die Gesichtsmaske immer mal wieder runter, atme tief ein und rümpfe die Nase um zu testen, ob noch Leben drin ist. Am Ende werde ich 5. im Ziel und bin sehr zufrieden, dass es aufgrund der widrigen Vorzeichen nicht der letzte Platz geworden ist.

Mein Partner Thiemo hat bei dieser Disziplin ein wenig zu kämpfen. Der Arme ist erst 2 Tage vor Beginn der Challenge für Tim Lobinger eingesprungen und hat sich demzufolge auch nicht wie alle anderen auf dieses Event vorbereiten können. Nun geht es an seine Ausdauergrenze, aber auch er schlägt sich wacker.

Das 2. Event des Tages ist ein Fahrtechniktraining mit dem Touareg. Ein Parcour muss auf Zeit gefahren und der Touareg am Ziel punktgenau eingeparkt werden. Claudi, die alte Heizdüse dreht sich mit dem Touareg – ich hatte schon beim Skidoo-Rennen gemerkt, dass in ihr ein Evil Knevil steckt ;o). Nach dem Event brät Thiemo mir-nix-dir-nix einfach nochmal über den Parcour und kassiert einen Anschiss von „Striezel“ Hans-Joachim Stuck, aber das kratzt ihn irgendwie nicht… ;o).

Im Anschluß werden wir mit 2 Stunden Freizeit in Dawson City – der alten Goldgräberstadt – belohnt. Die ersten freien Minuten seit unserer Abreise in Deutschland tun gut. Ich muss unwillkürlich an einen Freund denken, dem immer Sachen passieren, die anderen nicht passieren als ein Hund an einer Laterne leckt und mit der Zunge bei minus 40°C kleben bleibt. Tolpatsche gibt es offenbar auch mit 4 Beinen….

Das Vorhandensein einer Dusche hat einen noch nicht gekannten Charme. Am Abend grillt die Feuerwehr leckere Steaks für uns und wir dürfen aufgrund der tiefen Temperaturen noch einmal im Hotel schlafen. Danke, welch ein Luxus. Im nicht bewässerten Jacuzzi haben wir aber auch jede Menge Spaß…. ;o)

FULDACHALLENGE Tag 2: Skidoo-Rennen, Extremklettern und eingefrorene Nase (leider meine)

Wir werden um 6.00 Uhr geweckt. Zelte einpacken und outdoor frühstücken am Lagerfeuer bei minus 32°C. Vom gestrigen Event fühle ich mich noch wie eine Räuchermakrele und mag nicht am Lagerfeuer stehen. Alles stinkt noch nach Rauch. Jacke, Haare, Hose. Aber duschen oder Klamotten lüften /waschen ist nicht möglich. Hoffe darauf, dass sich der Gestank in der Frischluft von alleine verflüchtigt.

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst 170 km auf dem Klondike Highway Richtung Norden. Auf dem zugefrorenen P.River erwartet uns das nächste Event. Das Skidoo-Rennen. Ein Geri weist uns sehr kurz in das Skidoo ein („hier ist das Gas, da ist die Bremse, alle anderen Knöpfe interessieren nicht, die Strecke ist schwer weil sie viele „Bumps“ hat und nun mal los“). Männlein und Weiblein starten getrennt. 2 Teams treten jeweils gegeneinander an. Meine Gegenerin ist Claudia Nystad. In der Proberunde haben wir viel Spaß, mich trägt es kurz aus der ersten Kurve, dafür Claudi aus der zweiten. In der Zielgeraden geben wir nochmal richtig Gas und sind nach 5 Minuten wieder am Start angelangt, nun soll es ernst werden. Ich positioniere mich im Startblock da kommt ein Arzt auf mich zu und sagt „mitkommen“. Im Medizinauto muss ich die Nase vor die Heizung halten. Ich blinzel kurz in den Spiegel und sehe ein schneeweißes wachsartiges lebloses Gebilde aus der Mitte meines Gesichts ragen – meine abgefrorene Nase. Nun merke ich es auch. Ich will die Nase rümpfen, aber es tut sich nichts in der Mitte meiner Murmel. Mein Buff-Tuch ist offensichtlich während der Proberunde von der Nase gerutscht und ich habe es aufgrund der Kälte nicht bemerkt. Die Nase ist komplett erfroren. Der Auftauprozess tut sauweh – aber die Nase hat wieder Gefühl. Da geht auch schon die Autotür auf – ich muss zum Rennen antreten, aber mein Zinken brennt noch Hölle und ich bin nun etwas demotiviert, habe Angst, dass mir die Nase noch einmal einfriert und dann ganz kaputt ist. Die Aktion hat mir schlagartig einen Heidenrespekt vor diesen Witterungsbedingungen eingeflößt und ich bin momentan total schissig. Auf dem Parcour nimmt mir Claudi 4 Sekunden ab – es sei ihr gegönnt. Claudi ist nett, ein Olympiastar ganz ohne Allüren und mit viel Humor, wie sich in den nächsten Tagen noch zeigen wird.

Weiter geht es 270 km über den Klondike Highway nach Dawson City, dem Eisschrank des Yukons. 40 Grad minus erwarten uns hier. Entgegen des Timetable wird das Zeltaufbauen abgesagt. Die Organisatoren haben Mitleid mit uns. Wir dürfen im Hotel schlafen. Ich wusste nicht mehr, wie sehr man sich über die Übernachtung in einem mittelmäßigen Hotel freuen kann.

Das 2. Event des Tages ist Eisklettern mit 2 Pickeln und Steigeisen unter den Füßen. Die Krux an der Sache ist (abgesehen davon, dass ich grundsätzlich gar nicht klettern kann), dass der Felsen, den wir erklimmen sollen kein bißchen überfroren ist. Das macht diese Aufgabe extrem schwierig. Durch die Steigeisen an den Füßen hat man mit diesen schonmal gar keinen Halt und die Pickel in den Händen kann man nirgendwo reinschlagen. Es sind weit über minus 40°C und das bloße Festhalten der Gerätschaften friert die Extremitäten innerhalb von Sekundenbruchteilen ein. Ich traue dem Braten nicht, habe schon am Start völlig erfrorene Hände und von meiner Erkältung irgendwie noch weiche Beine. Der Bergsteigerpapst klettert den Felsen einmal vor und zeigt uns wie es geht, aber das wirkt so derart unkontrolliert und unsicher, dass ich mich frage, wie wir das als Laien schaffen sollen. Was man sich von vornherein nicht zutraut klappt dann auch nicht: Ich rutsche drei mal ab, hänge zwischenzeitlich kopfüber am Seil (erfahre aber glücklicherweise erst am nächsten Tag, dass man dabei aus dem Klettergurt rutschen kann…). Alle Teampartner nehmen ihre Frauen mit den dicken Thermojacken nach dem Klettern in Empfang und helfen wo es geht, Thiemo sitzt derweil im Auto. Egal, das ist nur eine von 10 Disziplinen… ich will einfach nur ins Warme und schlafen.

FULDACHALLENGE Tag 1: Sieg beim Hundeschlittenrennen!!!

Nach 24- stündiger Anreise von Düsseldorf nach Whitehorse kommen wir todmüde im Hotel an. Nun ist Bekleidungscheck angesagt. Jeder Teilnehmer wird komplett von Fulda eingekleidet, um den Temperaturen von bis zu minus 50°C zu trotzen. Die Unterwäsche allerdings habe ich selbst im Gepäck: den Energy Accumulator Extra Warm von X-Bionic. Was mir zuhause noch wie ein Sauna-Anzug vorkam entpuppt sich hier vor Ort als wahrer Segen. Ohne dem wäre es schwierig, denn die Temperaturen jenseits der minus 30 Grad kann man sich in Europa definitiv nicht vorstellen.
Mein Teampartner Tim Lobinger hatte kurzfristig abgesagt und ich war gespannt wer als Ersatz auf mich wartet. Es ist Thiemo Reeh aus München.
Nach dem Frühstück gibt es direkt klare Ansagen. Der Tag ist von morgens 6.00 Uhr bis abends 22 Uhr straff durchgeplant. Ganz im Hinterkopf hatte ich, dass das auch irgendwie eine Marketingveranstaltung sein soll und man vielleicht ein bißchen nett ;o) zu uns ist, aber ganz im Gegenteil. Man darf dieses nicht und jenes nicht und wenn man es doch tut dann gibt es gleich mal richtig fett Punktabzug. Wie damals in der Schule.
Nach dem Frühstück geht es ohne Umschweife zum ersten Event: dem Hundeschlittenrennen. Es ist ein toller sonniger Tag und Jack Turner von Muktuk Adventures weiht uns in die Geheimnisse des Hundeschlittenführens ein. A und O ist es mit den Tieren ein stimmiges Verhältnis aufzubauen. In seiner Ranch stehen seine Bücher, die Titel wie „treat people like dogs“ tragen. Jack ist Hundefan durch und durch.

Die 8 Hundeschlitten mit den dazugehörigen 6 Huskies werden verlost. Thiemo und ich haben Schlitten 5 und becircen die Hunde vor dem Start, dass sie Gas geben. Von der Ranch aus geht es zunächst ein Stück bergab. Da kippen wir schon das erste Mal mit unserem Schlitten um. Ohoh… das kann ja was geben.
Start im 2 Minuten-Rhytmus! Es läuft gut, die Hunde geben alles, irgendwann kommt das vor uns gestartete Team in Sicht. Wir haben also 2 min gut gemacht und liegen demzufolge gut im Rennen. Im Ziel steht fest: wir liegen weit vorn und haben somit Event Nr. 1 gewonnen. Markus, der Medical, fragt nach der Zieleinfahrt, ob alles in Ordnung ist und schaut mir länger ins Gesicht. Ich wundere mich, was er wohl meint. Bei mir ist alles in Ordnung. Am nächsten Tag werde ich leider wissen war er meint.
Das 2. Event des Tages ist Extreme-Cooking mit Stephan Henssler. Vorher müssen wir jedoch noch ein fippsiges Zelt aufbauen, was uns für die Nacht kein gutes Gefühl gibt. Obwohl wir Camping-erprobt sind brauchen wir endlos um das Ding aufzustellen. Im losen Schnee halten keine Heringe und etwas windschief lassen wir das Zelt zurück um zum 2. Event aufzubrechen, denn zu spät kommen gibt ebenfalls Punktabzug. Es erwarten uns 8 Feuerstellen. Auf jeweils 3 Autoreifen lagert eine Spanplatte – unsere Kochinsel. Los geht´s. Wir erhalten einen Lachs, einen Truthahn mit allem drin ;o), Tomaten, Paprika, Butter, Koriander, Petersilie, 3 Eier, Sour Cream und Butter. Die Vorspeise muss nach 45 min fertig sein und die Hauptspeise nach 85 min.
Wir entschließen uns für Lachs auf der Haut gebraten mit Rosmarinkartoffeln, danach gibt es Truthahnbrust in Zitronensauce mit Ratatouille. Zwischendurch wollen wir noch die Eier verarbeiten, aber die sind zu diesem Zeitpunkt schon gefroren. Das ist generell das Problem. Die Sachen in der Pfanne bekommen werden von oben genauso schnell wieder kalt, wie sie von unten warm gemacht werden. Schwierig schwierig. Am Ende des Tages führen wir trotz nicht ganz geglückter Kochperformance die Tageswertung an und falle müde ins Bett.
Am nächsten Morgen ist für 6.00 Uhr Aufstehen angesagt. Punkt 7:30 Uhr soll sich der Tross in Bewegung setzen und die Zelte müssen schließlich auch noch eingepackt werden. Verschlafen ist nicht angesagt. Wie schon gesagt, hier herrschen harte Regeln: wer zu spät kommt, auf dem Highway geblitzt wird oder ansonsten nicht pariert bekommt Punktabzug.

mehr Fotos hier…

Fulda Challenge geschafft!

„Kalt… Eiskalt… Fulda-Challenge…“. Was einfach nur wie ein Werbeslogan wirkt trifft leider den Punkt relativ genau. Bei Temperaturen jenseits der minus 40°C fällt es dem Körper schwer, sich auf andere Dinge als die Erhaltung der Vitalfunktionen zu konzentrieren…

Nach einer Woche harter Strapazen an der Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit sitze ich im Hotelbett in Whitehorse und empfinde das als absoluten Luxus.

Mein Tagebuch der Fulda-Challenge poste ich hier in den nächsten Tagen!

Ich lebe noch….

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nach nunmehr 5 Tagen harten Wettkampfs sind wir heute das erste Mal in der Zivilisation in Inuvik ganz im Norden und haben Internet – Yeaaahhhh!!!! Ich habe mittlerweile überhaupt keine Stimme mehr (bei Anreise waren es immerhin noch 30%) und der Husten hält sich hartnäckig ist aber nicht viel schlimmer geworden als vor der Abreise. In der Gesamtwertung kämpfen wir uns langsam wieder ein Stück nach vorne. Der zweite Tag mit meiner erfrorenen Nase beim Skidoo-Race hat ein arges Loch ins Punktekonto gerissen. Das Skidoo-Rennen war wie gesagt aufgrund der Erfrierungen eine Enttäuschung und das Eisklettern am Abend mit Eispickel und Steigeisen, aber ohne Eis stand unter dem Zeichen der Demoralisierung beim Skidoo-RAce. Der Zinken tat weh und es war sooo kalt und überhaupt. Dumm nur, dass das die beiden Events waren, die punktemäßig doppelt zählten. Nun ja. Heute werden nun noch Iglus gebaut und mit dem morgigen Buggy Kiten auf Eis findet das mehr als kalte Event seinen Abschluß. Wir werden sehen, was geht.

Düsseldorfs Sportlerball


Hach…. war das spannend. Als eine von 3 nominierten Sportlerinnen machte ich mich am gestrigen Abend auf den Weg zu Düsseldorfs Ball des Sports im Düsseldorfer Hilton. Gewählt wurde die Sportlerin, der Sportler und die Mannschaft des Jahres. Stimmberechtigt waren die Sport-Journalisten Düsseldorfs.
Erstmalig gab es in diesem Jahr auch einen Publikumspreis, bei dem jedoch nur ein einziger Preis vorgesehen war und es somit keine Unterscheidung nach Geschlecht oder Mannschaft gab. Hier hatte sich im Vorfeld an den Zwischenständen schon gezeigt, dass man (ich) gegen die großen Düsseldorfer Mannschaften keine Chance haben würde. Also blieb die Hoffnung auf einen Sieg bei der Hauptwahl der Journalisten. Die Konkurrenz war jedoch nicht zu verachten und daher schraubte ich die Erwartungshaltung erstmal in den Boden. Meine Aufmerksamkeit war zum großen Teil auch auf das Packen für die Fulda-Challenge fokussiert, zu der ich am Sonntagmorgen nach dem Sportlerball abreisen sollte.
Der Rahmen der Sportlerwahl war sehr feierlich und ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Herzlichen Dank hier an die Veranstalter und Sponsoren. Mein Tischnachbar Jean Pütz sorgte für sehr kurzweilige Unterhaltung („schauen Sie mir beim Zuprosten tief in die Augen – in meinem Alter kann ich mir 7 Jahre schlechten Sex nicht mehr erlauben….“).
Und dann gegen 21 Uhr die große Überraschung. Bei der Ehrung von Düsseldorfs Sportlerin des Jahres wurde doch tatsächlich mein Name genannt…. Völlig stimmlos krächzte ich ein Dankeschön ins Mikrofon und war überwältigt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es fühlt sich gut an, auch heute noch am Tag danach. Es freut mich darüber hinaus sehr, dass auch eine Randsportart, wie das Mountainbiken, auf diese Art und Weise Gehör findet. Auf diesem Wege einen lieben Dank an alles Journalisten, die mir ihre Stimme gegeben haben und natürlich auch an alle Freunde, die sich bei der Publikumswahl für mich eingesetzt haben ;o).
Bei der Heimkehr in der Nacht musste ich erfahren, dass mein Teampartner Tim Lobinger seine Teilnahme an der Fulda Challenge abgesagt hat – schade. Da ich ebenfalls gesundheitlich angeschlagen bin komme ich ins Grübeln. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich über eine Absage der Challenge auch noch kurz nachgedacht. Aber ein Anruf am frühen Morgen in Kanada offenbart, dass es für Tim bereits einen Nachfolger gibt. Nun sitze ich im Flieger nach Vancouver und habe schon einen Teil der Konkurrenten kennengelernt. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie schnell der Funke überspringt, wenn man mit Extremsportlern zusammentrifft. Da gibt es offenbar so ein dunkles Areal im Hirn, was zu einem sofortigen interindividuellen Gleichstrom des Karmas führt (oder so ähnlich… habe gerade Eat Pray Love im Flieger gesehen, höhö – nicht mein Film!).
Bin nun sehr gespannt, was die nächsten Tage im Yukon so bringen. Nach einem Weiterflug von Vancouver nach Whitehorse finden morgen die ersten beiden Wettkämpfe statt: ein Hundeschlittenrennen und ein Extreme Cooking Wettbewerb mit Stefan Henssler bei Mitternacht.
Ich werde berichten!
Viele Grüße aus Vancouver schickt Euch
Natascha

Natascha startet bei der Fulda Challenge

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FELT ÖTZTAL X-BIONIC MTB-Fahrerin Natascha Binder bei der Fulda Challenge 2011 – Arktische Kälte, sportliche Extreme und viele Stars: Der polare Zehnkampf im nördlichsten Kanada ist vor allem ein Kampf gegen sich selbst

Arktische Temperaturen, kaum Tageslicht und zehn extreme sportliche Herausforderungen: Team FELT ÖTZTAL X-BIONIC MTB-Fahrerin Natascha Binder startet im Januar bei der Fulda Challenge 2011 und stellt sich der arktischen Herausforderung. In 10 extremen Wettkämpfen gilt es im nördlichen Kanada vor allem Stärke, Geschicklichkeit und unbedingten Willen zu beweisen um am Ende sich selbst und die gegnerischen Teams zu überwinden.

Zusammen mit weltklasse Stabhochspringer Tim Lobinger bildet die 41-jährige Natascha Binder eines der beiden VIP-Teams und tritt unter anderem gegen das Team von Popstars-Juror Detlef D! Soost und Langlauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad an. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch sechs Teams aus Kanada, Österreich, der Schweiz und Deutschland, die sich in harten Vorentscheidungen für die ultimative Herausforderung qualifizieren konnten.

Den Auftakt bildet am 17. Januar das Hundeschlittenrennen auf dem Thakini River. Nach einer ersten eisigen Nacht unter freiem Himmel treten die Teilnehmer in den folgenden Tagen im Schneemobil-Rennen, beim Eisklettern und einem Berglauf in Schneeschuhen gegeneinander an, bevor am Mittwoch mit dem Helicopter-Drop die waghalsigsten Prüfung bevorsteht: Nur mit einem Seil gesichert wird Natascha Bindern kopfüber an einem Hubschrauber hängen, um im richtigen Moment einen Reifen über der Zielzone abzuwerfen – und das bei bis zu 40° Celsius unter dem Gefrierpunkt. Es bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, denn am nächsten Tag steht mit dem Halbmarathon am Arctic Circle die körperlich anspruchsvollste Herausforderung an. Der Abschluss fordert noch einmal die ganze Geschicklichkeit und den Mut der Athleten: Beim Touareg Soccer auf dem Red River, beim Igloo-Bau und beim abschließenden Buggy Kite Rennen auf der Ice Road müssen die Teilnehmer die letzten Kräfte mobilisieren.

Spezielle Vorbereitung ein absolutes Muss
Neben körperlicher Fitness sind in der eisigen Kälte des Yukon Territorys vor allem ein starker Wille und mentale Stärke erforderlich. Die MTB-Fahrerin vom FELT ÖTZTAL X-BIONIC Team hat einen eigenen Plan entwickelt: “Ich versuche mich derzeit gezielt vorzubereiten, vor allem auf die extremen Bedingungen in der Arktis. Mein Lauftraining habe ich in die frühen Morgenstunden verlegt. Aber die Temperaturen in den deutschen Nächten sind kein Vergleich zu dem, was mich in Kanada erwartet. Das lässt sich hier kaum simulieren.“ Gerade diese Unsicherheit der ungewohnten Aufgabe muss der Kopf erst einmal verkraften: „Die Challenge ist in erster Linie ein Kampf gegen sich selbst. Ohne den absoluten Willen, es mit den Elementen aufzunehmen, ist eine ganze Woche Outdoor in der Arktis kaum zu bewältigen. Deswegen trainiere ich momentan vor allem auch meine mentalen Kräfte. Man kann nie Vorhersagen, wie der eigen Körper auf die extreme Kälte reagiert, aber ich kann meinen Kopf auf die Situation vorbereiten.“
Für die anderen Disziplinen sind Trainingseinheiten kaum möglich: „Ich recherchiere im Internet über verschiedene Techniken zum Igloo-Bau und informiere mich über die unterschiedlichen Fahrzeuge, auf denen wir unterwegs sein werden. Das ist natürlich keine vollwertige Trainingseinheit, aber es hilft mir, mich mit den kommenden Aufgaben auseinander zu setzen und mir eine Taktik zu überlegen. Kopfüber in der Arktis an einem Helikopter zu hängen wird aber auch für mich eine völlig neue Erfahrung sein.“

Dr. Natascha Binder – eine starke Frau zwischen Sport, Job und Familie
Doch auch das wird Natascha Binder meistern – wie so vieles in ihrem Leben zuvor. Das 1,64 Meter große Leichtgewicht ist nicht nur Mutter einer 3 Jahre alten Tochter sondern vereint neben der Familie auch Sport und Beruf perfekt. Die Powerfrau aus Düsseldorf hat dabei eine einfache Philosophie: „Mache Dinge mit ganzem Herzen oder lasse sie lieber gleich bleiben“. Die am 1. April 1969 geborene Düsseldorferin lebt ihr Motto: Abitur mit Note 1,6, ein „sehr gut“ für ihre Diplomarbeit in Biochemie und zum Abschluss ihrer Doktor-Promotion eine Glanznote mit Auszeichnung. Seit 1997 arbeitet sie erfolgreich für ein großes Pharmaunternehmen im wissenschaftlichen Bereich. Als Personal Trainer und Mentalcoach arbeitet sie unter anderem mit Olympia Silbermedaillengewinner Christian Süß.
Erst spät kam Natascha Binder zum Mountainbiking. Seit 2005 mischt sie als Quereinsteigerin die Mountainbike-Szene auf und verblüfft mit ihrem Talent die Konkurrenz. 2008 musste sie sich beim Vulkan Bike Marathon über 80 Kilometer nur Olympiasiegerin Sabine Spitz geschlagen geben. 2009 verteidigte die Altersklassen-Weltmeisterin im Mountainbike-Marathon bei den „World Games of Mountainbiking” in Saalbach-Hinterglemm (Österreich) ihren im Vorjahr errungenen WM-Titel über 80 Kilometer und blieb mit einer Fahrzeit von 5:42 Stunden als erste Frau aller Altersklassen unter 5:50 Stunden.

Tägliche Updates aus Kanada
Soweit es die Wettebedingungen und technischen Möglichkeiten zulassen, wird Natascha Binder täglich für das FELT ÖTZTAL X-BIONIC Team aus der eisigen Arktis berichten und uns an ihrem Kampf gegen die Elemente, den sportlichen Herausforderungen und ihren Eindrücken und Emotionen teilhaben lassen.

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